
Amalfi, 20.09.2009
Von Camerota sind wir am vormittag - schweren Herzens - losgefahren um in Richtung Norden die Amalfi-Küste zu sehen. Die letzten Tage waren sehr entspannend und so sind wir gut erholt losgestartet.
Die Strecke führte uns übers Inland nach Norden um dann von Süden herkommend die Amalfiküste abzufahren. Wahnsinn. Eine tolle Steilküste und fabelhafte Landschaft. Wir sind im Konvoi auf der engen und unübersichtlichen Küstenstrasse entlang gefahren. Man merkte dass Sonntag war. Das Wetter war herrlich (kein Indiz für sonntag ...) und so wurden offensichtlich einige Hochzeiten gefeiert. Die Restaurants entlang der Küste waren gegen die Mittagszeit/früher Nachmittag gesteckt voll. Nicht das wir in einem der Restaurants drinnen gewesen wären, alleine schon die völlig überfüllten (ohnehin für den Betrieb eines Restaurants zu kleinen) Parkplätze entlang der Strecke führten immer wieder zum Stocken des Verkehrs. Dennoch eine herrliche Fahrt mit tollem Ausblick. In Amalfi selbst war ebenfalls die Hölle los. Viele Busse mit Touristen, keine bzw. überfüllte oder für unseren Bus zu kleinen Parkplätze. Daher sind wir nicht durch die Stadt spaziert sondern haben uns etwas oberhalb von Amalfi den Ausblick gegönnt. Wirklich traumhaft.
Weiter ging es dann über das Landesinnere nach Castellammare di Stabia, einiem kleinen Fischerort gegenüber von Neapel und dem Vesuv. Toller Ausblick, schöner netter Campingplatz (Gruss an Antonio) und ein paar kleine Restaurants direkt am Hafen. Wir haben uns dann dafür entschlossen hier zu Abend zu essen (Pizza war wieder mal angesagt) und taten dies auch. So lange waren wir schon lange nicht mehr in einem Restaurant. Ein Unwetter "biblischen" Ausmasses hat uns sozusagen im Restaurant gefangen genommen. Im Ernst, auf Regen waren wir nicht vorbereitet, so waren unseere Regenjacken im rd. 500m entfernten - jedoch trotz starken Regen, Wind und Blitzen unerreichbaren - Auto gut und trocken aufgehoben. Nach langem Warten und leckerer Pizza haben wir es dann doch noch zum Campingplatz geschafft und haben das Zeltinnere glücklicherweise trocken aufgefunden.
Am nächsten Tag sind wir dann weiter - an Pompeij vorbei - zum Vesuvio gefahren. Die Strecke rauf ist nett, der Ausblick - bei schönem Wetter - unglaublich. Wir hatten nach dem Unwetter des gestrigen Tages schlechte Sicht und bedeckten Himmel. Beim Parkplatz angekommen haben wir keine KOSTEN und Mühen gescheut, uns in warme Kleider, Hauben und Handschuhe gesteckt und sind zum Krater hochmarschiert. War ein schönes, leicht feuchtes und vor allem windiges Abenteuer. Prädikat empfehlenswert. Danach sind wir wieder ins Auto, haben die Heizung angeworfen und sind weiter gen Norden gefahren. Nur vorweg ... wir waren länger unterwegs.